Libera Compagnia dell 'Arte
Foto: Anja Fux
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Wir sind eine Gruppe von Musikern, die sich „Libera compagnia dell‘Arte“ nennt (auf deutsch: „Freier Bund der Künste“) und wir verstehen uns zu 100% als Träger des direkten musikalischen Erbes der „Cantastorie“ (zu deutsch: „Bänkelmusiker“).
Künstlerisch kommt jeder einzelne Musiker der Gruppe aus verschiedenen Stilrichtungen.
Foto: Margit Schaal
Tommaso Ieva ist Berufsmusiker der klassischen Musik und Urheber der „Vaihinger Gitarrentage“ die jedes Jahr im November stattfinden und mittlerweile schon zum 11. Mal veranstaltet worden sind.
Harald Gassner ist in allen Stilrichtungen beheimatet und ein Multitalent, das meisterhaft verschiedene Instrumente beherrscht. In der Compagnia spielt er Kontrabass und E-Bass.
Foto: Anja Fux
Foto: Anja Fux
Harald Gassner ist in allen Stilrichtungen beheimatet und ein Multitalent, das meisterhaft verschiedene Instrumente beherrscht. In der Compagnia spielt er Kontrabass und E-Bass.
Foto: Markus Geldhauser
Manfred Roesch ist ein Virtuose an der Traversflöte, der aber auch das Keyboard meisterhaft beherrscht. Jahrzehnte lang war er, wie Harald Gassner, tragendes Mitglied der sehr erfolgreichen Gruppe „Tiny Scud“.
Manfred Fux ist Musiker seit Kindesbeinen, auch er ist ein Allrounder auf verschiedenen Instrumenten. Ausgehend vom klassischen Klavier ist er auch Rock-, Pop- und Jazzmusiker, der sich irgendwann einmal entschieden hat, mit der Gruppe zu „bänkeln“.
Foto: Margit Schaal
Foto: Margit Schaal
Manfred Fux ist Musiker seit Kindesbeinen, auch er ist ein Allrounder auf verschiedenen Instrumenten. Ausgehend vom klassischen Klavier ist er auch Rock-, Pop- und Jazzmusiker, der sich irgendwann einmal entschieden hat, mit der Gruppe zu „bänkeln“.
Foto: Margit Schaal
Wolfgang Schaal kam Anfang der 1970-er Jahre als Student erstmals mit arabischer und afrikanischer Musik und deren Rhythmen in Berührung. Er spielt Darbuka, Djembe und die große Rahmentrommel (Pauke).
Antonio Maggiore aus einer Dynastie von Musikern stammend, ist er der „Paroliere“ (Lyriker) der Compagnia. Er komponiert und arrangiert zahlreiche Stücke für die Gruppe. Der Sänger definiert sich selbst schmunzelnd als „Bänkelmusiker aus Geburtsrecht“.
Foto: Mario Brunner
Foto: Mario Brunner
Antonio Maggiore aus einer Dynastie von Musikern stammend, ist er der „Paroliere“ (Lyriker) der Compagnia. Er komponiert und arrangiert zahlreiche Stücke für die Gruppe. Der Sänger definiert sich selbst schmunzelnd als „Bänkelmusiker aus Geburtsrecht“.

Von Anfang an und zu allen Zeiten war diese Musikrichtung mit Saiteninstrument verbunden. In Griechenland der Antike war es die Lyra, im Orient war es die Oud/Barbat, in Indien die Sitar, im Europa der Renaissance war es die Laute, später dann die Barockgitarre. In Süditalien war es die chitarra-battente bis letztendlich in der Moderne die klassische Gitarre den Kreis der Bänkelmusik schloss.
Die Bänkelmusiker waren von der Antike bis ins 19. Jahrhundert nicht nur eine gesamteuropäische Erscheinung, sondern man fand sie auch in der islamischen und indischen Kultur. Durch ihr Wirken waren diese Wanderkünstler Träger und Überbringer der mündlichen Literatur und der gesungenen Volkskunst.
Im deutschsprachigen Raum wurden sie deshalb Bänkelmusiker genannt, weil sie oft auf einer kleinen Holzbank standen, um von den Menschenmengen, die sich um sie versammelten, besser gesehen und gehört zu werden. Oft unterstützten sie ihre musikalischen Geschichtenerzählungen durch große Leinwände, auf denen die Hauptszenen der vorgetragenen Ereignisse als Sequenzen gemalt waren, um die Dramatik, die Schönheit oder auch das pikant-witzig-skurrile der Geschichten bildlich zu unterstreichen.
In alevitischen Glaubenskreisen des Iran wurden diese Geschichtenerzähler deshalb „perdadaori“ genannt, was im Persischen soviel wie „Vorhanghalter“ bedeutet. Von den „perdadaori“ wurde noch bis Ende des letzten Jahrhunderts das Drama der Schlacht von Kerbela besungen.

Zwar haben wir einen neuen, stilistisch eigens von „Libera compagnia dell‘Arte“ entwickelten moderneren Weg der Perfomance gefunden, – mitunter auch durch eigene Kompositionen, die traditionell an die klassische Musik, Popularmusik so wie an Levantiner und Flamenco anknüpfen – , doch der Charakter und der Kern unserer Vorführung ist seit der Antike unverändert: Nämlich das Erzählen und Besingen von Heldentaten oder Biografien von besonderen Menschen, sowie Ereignisse aus der Philosophie, Mythologie und Geschichte. Man könnte auch sagen: „Über das Leben, die Liebe und den Tod“. Im Prinzip sind wir die moderne Kunstform einer uralten Tradition der menschlichen Zivilisation, die, am Lagerfeuer sitzend, ihr Wissen von Generation zu Generation weiter gab. Und zwar durch das einfache Prinzip des Zusammenspiels zwischen jemandem, der eine Geschichte erzählt, und jemand anderem, der dieser Geschichtenerzählung folgt.
Wir, die „Libera compagnia dell‘Arte“, widmen uns dem Versuch, länderübergreifend ein wenig von dieser fast in Vergessenheit geratenen musikalischen Kunstform zu überbringen. Als Zeichen des Friedens zwischen allen Kulturen.